Alle Carsharing-Anbieter in Hamburg auf einen Blick
Die Tabelle zeigt die Einstiegspreise, die die Anbieter oder Vergleichsportale nennen. Es sind „ab"-Preise für die kleinste Fahrzeugklasse, ohne Zuschläge für Flughafen, Parken oder Zusatzversicherung. Jede Zeile nennt Quelle und Stand; der Link führt direkt zum Anbieter.
| Anbieter | Modell | Grundgebühr | Preise (Einstieg) | Geschäftsgebiet / Stationen | Quelle, Stand |
|---|---|---|---|---|---|
| MILES | Free-Floating | keine | ab 0,79 €/km + 1 € StartParken 0,35 €/min · Tag ab 24,99 € + 0,59 €/km | Innenstadt bis in die Außenbezirke, Flughafen | Anbieter, 12.09.2026 |
| SIXT share | Free-Floating | keine | ab 0,09 €/min + 0,35 €/kmStunde ab 5,99 € | Innenstadt, Flughafen | mivodo, 12.09.2026 |
| Free2movefrüher Share Now | Free-Floating | keine | ab 0,17 €/minStunden-, Tagespakete und Monatspässe | von Groß Flottbek bis Tonndorf, Winterhude bis Rothenburgsort; Inseln in Harburg, Blankenese, Bergedorf | carshare-vergleich, 05/2026; Gebiet: carsharingcheck, 09/2026 |
| Wheego | Free-Floating | keine | ab 0,06 €/minStunde ab 3,50 € | Innenstadt | mivodo, 12.09.2026 |
| cambio | stationsbasiert | je Tarif (Campus, Basis, Aktiv, Comfort)Anmeldung einmalig ca. 30 € | ab 1,35 €/h + 0,25 €/km | feste Stationen in vielen Stadtteilen, Kleinwagen bis Transporter | mivodo, 12.09.2026 |
| FlinksterDeutsche Bahn | stationsbasiert | keineAnmeldung einmalig ca. 9 € | ab 2,30 €/h + kmTag ab 39 € | Stationen an Bahnhöfen und in Wohngebieten, bundesweit | carsharingcheck, 09/2026 |
| Greenwheels | stationsbasiert | je Tarif (Abo-Modelle) | ab 1,49 €/h + kmTag ab 19 € | feste Stationen | carsharingcheck, 09/2026 |
Stand: 12. September 2026. Preise laut den genannten Quellen, gerundet und ohne Gewähr; die Vergleichsportale weichen bei einzelnen Anbietern voneinander ab (bei MILES nennen sie für Hamburg 0,98 bis 0,99 €/km, der Anbieter selbst „ab 0,79 €/km"). Geschäftsgebiete laut Anbieter, die genaue Karte steht in der jeweiligen App. Verbindlich ist immer der aktuelle Tarif beim Anbieter.
Free-Floating oder stationsbasiert: welches Modell passt
Die wichtigste Entscheidung fällt vor dem Preisvergleich. Hamburg hat zwei Arten von Carsharing, und sie sind für unterschiedliche Fahrten gebaut.
Free-Floating
Die Autos stehen verteilt im Geschäftsgebiet, das grob den Bereich innerhalb des Rings 2 plus Altona, Eimsbüttel, Winterhude und Barmbek umfasst, mit einzelnen Inseln in Harburg, Blankenese und Bergedorf. Du öffnest die App, nimmst das nächste Auto, fährst und stellst es irgendwo im Gebiet wieder ab. Abgerechnet wird pro Minute oder pro Kilometer, oft mit Paketen für Stunden und Tage. Ideal für spontane Fahrten von A nach B, für die Heimfahrt nachts von der Reeperbahn und für Wege, bei denen du das Auto nicht zurückbringen willst.
Stationsbasiert
Das Auto hat einen festen Stellplatz, an dem du es abholst und wieder abgibst. Du buchst vorher einen Zeitraum, zahlst pro Stunde plus Kilometer und in den meisten Tarifen eine Monatsgebühr. Dafür sind die Stundenpreise deutlich niedriger, es gibt Kombis und Transporter, und das Auto ist zur gebuchten Zeit sicher da. Das lohnt sich für Großeinkäufe, den Ausflug an die Nordsee, Umzüge und alles, was länger als zwei Stunden dauert. cambio ist in Hamburg der Anbieter mit dem dichtesten Stationsnetz.
Viele Hamburger nutzen beides: einen Free-Floating-Anbieter für den Alltag und einen stationsbasierten für die längeren Fahrten. Da die Free-Floating-Anmeldung kostenlos ist, kostet die Doppelmitgliedschaft nichts.
Was Carsharing in Hamburg wirklich kostet
Einstiegspreise sagen wenig, weil Minuten, Kilometer und Startgebühr zusammenkommen. Drei typische Hamburger Fahrten, grob gerechnet mit den Einstiegstarifen aus der Tabelle:
Kurze Fahrt von Ottensen nach St. Pauli: 15 Minuten, 5 Kilometer
Nach Minute (0,09 €/min plus 0,35 €/km): etwa 3,10 €. Nach Kilometer (0,79 €/km plus 1 € Start): etwa 4,95 €. Bei kurzen, langsamen Stadtfahrten ist die Minutenabrechnung meist günstiger, solange du nicht auf der Stresemannstraße im Stau stehst.
Großeinkauf mit Rückweg: 2 Stunden, 20 Kilometer
Free-Floating nach Minute: 120 Minuten wären 10,80 € plus 7 € Kilometer, also rund 18 €; die Stundenpakete ab 5,99 €/h liegen ähnlich, wenn die Kilometer dazukommen. Stationsbasiert (cambio-Einstieg 1,35 €/h plus 0,25 €/km): rund 7,70 € plus anteilige Monatsgebühr. Sobald das Auto steht, während du einkaufst, gewinnt die Station.
Tagesausflug nach St. Peter-Ording: 1 Tag, 260 Kilometer
Free-Floating-Tagespaket: bei MILES 1 Tag ab 24,99 € plus 260 Kilometer zu 0,59 €, etwa 178 €. Flinkster: Tag ab 39 € plus Kilometer, je nach Tarif rund 120 bis 130 €. Stationsbasierte Tarife mit Tagespauschale und Freikilometern liegen meist darunter, dafür musst du das Auto zurück an die Station bringen.
Faustregel: unter einer Stunde und innerhalb des Rings gewinnt Free-Floating, ab zwei Stunden oder mit vielen Kilometern gewinnt die Station. Zusätzliche Kosten, die in keiner Tabelle stehen: Flughafenzuschläge, Parkgebühren außerhalb des Geschäftsgebiets, Selbstbeteiligung im Schadensfall (meist 500 bis 1.000 €, reduzierbar gegen Aufpreis) und Tankguthaben, das du gutgeschrieben bekommst, wenn du für den Anbieter tankst oder lädst.
Die Anbieter im Detail
MILES
Der Anbieter mit der größten Free-Floating-Flotte in Hamburg, seit der Übernahme von WeShare auch mit vielen Elektroautos. Rechnet nach Kilometern statt Minuten ab: gut, wenn du im Stau stehst, teurer auf der Autobahn. Großes Geschäftsgebiet bis in die Außenbezirke, Fahrzeuge vom Kleinwagen bis zum Transporter. miles-mobility.com
SIXT share
Free-Floating mit Minutenpreis und Kilometerpauschale, dazu Stunden- und Tagespakete, die nahtlos in die klassische SIXT-Miete übergehen. Fahrzeugmix von Kleinwagen bis Premium, Mindestalter 21 Jahre. sixt.de/share
Free2move
Der Nachfolger von Share Now, und damit von car2go, das in Hamburg 2011 startete. Gehört zu Stellantis. Minutenpreis, Pakete für Stunden und Tage, Monatspässe, Flotte mit vielen Fiat-, Peugeot- und Elektro-Modellen. free2move.com
Wheego
Kleiner Free-Floating-Anbieter mit sehr niedrigem Minutenpreis und einer kompakten Elektro-Flotte im Innenstadtbereich. Mindestalter 19 Jahre. wheego.de
cambio
Stationsbasiert, in Hamburg seit vielen Jahren mit Stationen in fast allen inneren Stadtteilen. Vier Tarife vom Campus-Tarif für Studierende über Basis und Aktiv bis Comfort für Vielfahrer. Kombis, Transporter und E-Autos im Angebot. Tarife zeigt die Website nach Auswahl der Stadt. cambio-carsharing.de/hamburg
Flinkster
Das Carsharing der Deutschen Bahn, Stationen am Hauptbahnhof, in Altona, Harburg und in Wohngebieten. Keine Monatsgebühr, dafür einmalige Anmeldung. Bundesweit nutzbar, praktisch für die Weiterfahrt nach der Bahnreise. flinkster.de
Greenwheels
Stationsbasierter Anbieter aus den Niederlanden mit Abo-Tarifen nach Fahrleistung, in Hamburg mit Stationen in mehreren Stadtteilen. Lohnt sich, wenn eine Station in Laufweite liegt. greenwheels.de
hvv switch
Keine eigene Flotte, sondern die Mobilitäts-App des HVV: Sie bündelt Tickets für Bus und Bahn mit Sharing-Angeboten, sodass die Autos einzelner Partner direkt darin gebucht werden können, und sie zeigt die hvv-switch-Punkte mit reservierten Stellflächen an U- und S-Bahn-Stationen. hvv-switch.de
Anmeldung und Führerschein
Bei den Free-Floating-Anbietern läuft die Anmeldung komplett in der App: Ausweis und Führerschein werden per Kamera geprüft, ein Zahlungsmittel wird hinterlegt, und meist bist du innerhalb von Minuten freigeschaltet. Die Anmeldung selbst kostet nichts. Voraussetzung ist ein gültiger Führerschein der Klasse B; das Mindestalter liegt je nach Anbieter zwischen 18 und 21 Jahren, Transporter und Premium-Klassen sind oft an ein höheres Alter gebunden.
Die stationsbasierten Anbieter prüfen den Führerschein häufig einmal persönlich oder per Video-Ident, verlangen eine einmalige Anmeldegebühr und schicken eine Kundenkarte oder schalten die App frei. Wer den Führerschein im Ausland gemacht hat, sollte vorher nachfragen, welche Dokumente anerkannt werden. Bei jedem Anbieter gilt: Führerschein bei der Fahrt dabeihaben und Adressänderungen melden, weil Bußgeldbescheide über den Anbieter zugestellt werden.
Parken mit Carsharing in Hamburg
Innerhalb des Geschäftsgebiets darfst du ein Free-Floating-Auto auf öffentlichen Parkplätzen abstellen, auch in Bewohnerparkgebieten und auf gebührenpflichtigen Flächen; die Anbieter rechnen die Parkgebühren pauschal mit der Stadt ab. Hamburg weist außerdem an vielen U- und S-Bahn-Stationen hvv-switch-Punkte aus, auf denen Sharing-Fahrzeuge reservierte Stellflächen haben. Tabu sind Privatparkplätze, Halteverbote, Ladezonen, Parkhäuser ohne Vereinbarung und alles außerhalb des Gebiets: Dort kannst du die Fahrt nicht beenden oder zahlst einen Zuschlag. Stationsbasierte Autos gehören immer zurück auf ihren festen Stellplatz, und wer unterwegs parkt, zahlt Parkgebühren selbst.
- Mehrere Apps installieren. Die Free-Floating-Anmeldung ist kostenlos; wer drei Anbieter hat, nimmt das nächste Auto statt zehn Minuten zu laufen.
- Pakete rechnen, bevor du losfährst. Ab etwa 40 Minuten ist ein Stundenpaket fast immer günstiger als der Minutenpreis, ab vier Stunden das Tagespaket.
- Parken statt beenden. Wenn du in 20 Minuten weiterfährst, ist der reduzierte Parkminutenpreis oft billiger als ein neues Auto mit neuer Startgebühr.
- Geschäftsgebiet prüfen. Die Elbe ist bei den meisten Anbietern die Grenze: Harburg und Wilhelmsburg sind, wenn überhaupt, nur als Inseln im Gebiet.
- Selbstbeteiligung einmal senken, nicht pro Fahrt. Eine monatliche Schadensreduzierung ist günstiger als die Option je Fahrt, wenn du mehr als zweimal im Monat fährst.
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Häufige Fragen zum Carsharing in Hamburg
Welcher Carsharing-Anbieter ist in Hamburg am günstigsten?
Das hängt von der Fahrt ab. Für kurze Fahrten unter einer Stunde sind Minutentarife ab 0,09 €/min plus Kilometer meist am günstigsten. Sobald das Auto länger steht oder die Fahrt über zwei Stunden geht, ist stationsbasiertes Carsharing wie cambio oder Flinkster billiger, weil die Stunde dort nur wenige Euro kostet. Für Tagesausflüge lohnt sich der Blick auf Tagespakete, in denen Kilometer schon enthalten sind.
Wo darf ich ein Carsharing-Auto in Hamburg abstellen?
Free-Floating-Autos darfst du innerhalb des Geschäftsgebiets auf öffentlichen Parkplätzen abstellen, auch in Bewohnerparkgebieten und auf gebührenpflichtigen Flächen, weil die Anbieter das mit der Stadt pauschal abrechnen. Dazu kommen die hvv-switch-Punkte mit reservierten Stellflächen für Sharing-Fahrzeuge. Nicht erlaubt sind Privatparkplätze, Halteverbote, Parkhäuser ohne Vereinbarung und alles außerhalb des Gebiets. Stationsbasierte Autos gehören zurück auf ihren festen Stellplatz.
Was brauche ich, um mich für Carsharing in Hamburg anzumelden?
Einen gültigen Führerschein, ein Ausweisdokument, ein Zahlungsmittel und ein Smartphone. Die Free-Floating-Anbieter prüfen den Führerschein per Video oder in der App und schalten dich meist innerhalb von Minuten frei. Stationsbasierte Anbieter verlangen teilweise eine einmalige Anmeldegebühr und schicken eine Kundenkarte. Einige Anbieter setzen ein Mindestalter zwischen 18 und 21 Jahren voraus.
Kann ich mit Carsharing zum Hamburger Flughafen fahren?
Ja, die großen Free-Floating-Anbieter haben am Flughafen Hamburg eigene Flächen, auf denen die Fahrt beendet werden darf. Dafür fällt in der Regel ein Flughafenzuschlag an, der in der App vor dem Beenden angezeigt wird. Ob und wo genau das geht, zeigt die Gebietskarte des Anbieters, ein Blick darauf vor der Fahrt vermeidet Überraschungen.
Was ist hvv switch und brauche ich die App?
hvv switch ist die Mobilitäts-App des Hamburger Verkehrsverbunds. Sie bündelt HVV-Tickets mit Sharing-Angeboten, sodass du Carsharing-Autos einzelner Partner direkt in der App buchen kannst, und sie zeigt die hvv-switch-Punkte mit reservierten Stellplätzen. Brauchen tust du sie nicht, jeder Anbieter hat eine eigene App. Praktisch ist sie, wenn du Bahn, Bus und Auto in einer Fahrt kombinierst.
Lohnt sich Carsharing in Hamburg im Vergleich zum eigenen Auto?
Für Haushalte, die weniger als etwa 10.000 Kilometer im Jahr fahren, meist ja. Die Stadt Hamburg rechnet vor, dass ein Kleinwagen mit Versicherung, Steuer, Wartung, Wertverlust und Parken schnell mehrere hundert Euro im Monat kostet und Carsharing bis zu 3.600 Euro im Jahr sparen kann. Wer zwei- bis dreimal die Woche eine Carsharing-Fahrt macht, kommt in der Regel deutlich günstiger weg. Teuer wird Carsharing erst bei täglichem Pendeln oder langen Strecken.
Alle Preise auf dieser Seite sind Einstiegspreise, gerundet und ohne Gewähr, jeweils mit Quelle und Stand. Verbindlich sind die aktuellen Tarife und Bedingungen der Anbieter, auf die verlinkt wird. Diese Seite steht in keiner Verbindung zu den genannten Unternehmen.